BEETE GESTALTEN – 6 Dinge, die ich jetzt anders machen würde
Kaufst Du neue Pflanzen auch so?
Schockverliebt in der Gärtnerei.
Ohhhh … diese Blüten auf dem Wochenmarkt!
WOW – 50 % Saison-Ende-Sale im Gartencenter!
Und dann natürlich immer EINE Pflanze.
Gib’s zu! Das kommt Dir bekannt vor. 😄
Zu Hause wird dann überlegt, wo um Himmels willen das neue Pflänzchen noch hinpassen könnte. Irgendeine Lücke findet sich natürlich immer.So sind über die Jahre viele (!) Pflanzen bei mir eingezogen – und ich habe dabei mindestens genauso viel darüber gelernt, wie man ein Beet nicht plant.
Wenn ich heute noch einmal ein leeres Beet vor mir hätte, würde ich ein paar Dinge anders machen.
HIER SIND MEINE 6 TIPPS ZUM BEETE NEU ANLEGEN
1. NICHT EINFACH KAUFEN, WAS GERADE SCHÖN BLÜHT
Das ist gemein, ich weiß.
Man steht in der Gärtnerei und genau DIESE eine Pflanze muss mit. Und natürlich darf man sich auch mal schockverlieben.
Aber wenn daraus irgendwann ein stimmiges Beet werden soll, lohnt es sich, nicht jede Pflanze einzeln zu kaufen, sondern vorher zumindest eine grobe Idee vom Beet zu haben
Wie viel Platz habe ich? Welche Pflanzen sollen dort wachsen? Welche Höhen, Farben und Formen passen zusammen? Ein bisschen Planung vor dem Pflanzenkauf erspart einem später ziemlich viel botanisches Tetris.
2. NICHT NUR AUF DIE BLÜTEN SCHAUEN
Blüten sind natürlich das, was uns als Erstes um den Finger wickelt.
Aber ein schönes Beet lebt nicht nur von ihnen. Unterschiedliche Höhen, Blattformen, Texturen und Pflanzen, die auch nach der Blüte noch was hermachen, machen einen riesigen Unterschied.
Ein Beet braucht eben nicht nur Primadonnen. Es braucht auch ein gutes Ensemble.
3. DAS GANZE GARTENJAHR IM BLICK HABEN
Ein Beet sollte nicht nur für ein paar Wochen im Jahr schön sein.
Was blüht im Frühling? Wer übernimmt im Hochsommer? Und welche Stauden sorgen dafür, dass auch im Herbst noch etwas los ist?
Heute achte ich deshalb darauf, Blütezeiten so zu kombinieren, dass im Beet möglichst lange etwas passiert – statt einmal großes Feuerwerk und danach Sendepause.
4. DEN STANDORT ERNST NEHMEN
Ach, was habe ich schon versucht, Pflanzen davon zu überzeugen, dass es ihnen an einer bestimmten Stelle doch wirklich ausgezeichnet gehen müsste.
Sie waren teilweise anderer Meinung.
Sonne, Halbschatten, Boden und Feuchtigkeit entscheiden nun einmal mit.
Eine Pflanze, die sich an ihrem Platz wohlfühlt, wächst besser, ist robuster und macht am Ende auch deutlich weniger Arbeit.
Sind die Sommer in Deiner Region besonders heiß oder ist es Dir wichtig, eine Oase für Bienen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten zu schaffen? Dann sind die Klimahelden oder das Insektenglück perfekt für Dich.
5. NICHT JEDE LÜCKE MIT STAUDEN FÜLLEN
Ein neu angelegtes Beet darf am Anfang ruhig noch ein bisschen nackte Erde zeigen.
Stauden brauchen Platz, um größer und breiter zu werden und irgendwann ganz selbstverständlich ineinanderzuwachsen.Und bis dahin?Sind die Lücken eigentlich ziemlich praktisch.
Du kannst dort einjährige Sommerblumen aussäen oder pflanzen – und jetzt im Herbst Blumenzwiebeln zwischen die Stauden setzen.
So blüht es schon früh im Jahr, während die Stauden gerade erst wieder aus den Puschen kommen.
6. NICHT JEDE PFLANZE EINZELN BETRACHTEN
Heute weiß ich: Ein schönes Staudenbeet entsteht nicht dadurch, dass man einfach viele schöne Pflanzen zusammensetzt. Es kommt darauf an, dass sie miteinander funktionieren.
Welche Pflanzen passen zusammen? Welche werden hoch, welche bleiben niedriger? Was blüht wann? Wie viele Pflanzen brauche ich überhaupt? Und wie bekomme ich am Ende diese üppige Blütenfülle hin, ohne vorher ein kleines Gartenbaustudium absolvieren zu müssen?
Denn am Ende sollen nicht nur schöne Einzelpflanzen nebeneinanderstehen – sondern ein Beet entstehen, das als Ganzes funktioniert.
Und genau deshalb sind unsere drei fertigen Staudenbeete entstanden. Wir haben die Planung für Dich übernommen und jeweils 16 Bio-Stauden (für ca. 2,5 m²) zusammengestellt – inklusive Pflanzplan, Pflegeanleitung, Staudenportraits und Pflegetipps.
Fotos: Janina Lazlo, Zeichnungen Kim Lea Adam und ein bisschen Hilfe von KI beim Staudenbeet und dem ersten Foto.